Joseph Viktor von Scheffel

Geboren wurde Joseph Viktor von Scheffel am 16.02.1826 in Karlsruhe. Der Sohn eines badischen Offiziers studierte Jura in München, Heidelberg und Berlin, war Burschenschaftler und einer der volkstümlichsten Dichter der Zeit nach 1848. Zu seinen bekanntesten Werken zählt die episch-lyrische Versdichtung "Der Trompeter von Säckingen" und der Roman "Ekkehard". Gedichte Scheffels fanden Aufnahme in das deutsche Volksliedgut ("Wohlauf, die Luft geht frisch und rein", "Alt-Heidelberg, du feine").
Am 09.04.1886 starb Joseph Viktor von Scheffel in Karlsruhe.

Scheffels Beziehung zu Ilmenau

Dem Studium in Heidelberg entsprang eine lebenslange Freundschaft mit Karl Schwanitz. Als dieser 1872 Oberamtsrichter in Ilmenau wurde, wurden Scheffels Werke auch in Ilmenau und der Gabelbach-Gemeinde, einem feuchtfröhlichen Verein trunkfester Männer, bekannt. Bei seinem einzigen Aufenthalt in Ilmenau (05.04.-01.05.1878) wurde der Dichter Ehrenbürger und Gemeindepoet dieser "Gemeinde". 

Schon zu Lebzeiten des Poeten widmete man ihm im Bereich des heutigen Scheffeldenkmals einen kleinen Platz mit Schutzhütte, Brunnenanlage und Ruhebänken. Die Einweihung der Anlage fand am 60. Geburtstag Scheffels statt. Als der Dichter kurze Zeit darauf verstarb, entstand auf Anregung von Schwanitz das Scheffeldenkmal. Der Bau des kegelförmigen Denkmals wurde am 23.06.1886 beendet und nachdem das 67 cm große Bronzemedaillon von Louis Weise sen. modelliert und  im Königlich Bayrischen Gewerbemuseum zu Nürnberg gefertigt war, konnte das Denkmal am 13.08.1886 eingeweiht werden.

Die Scheffelstraße im Süden der Stadt erhielt ihren Namen im Jahr 1891.