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Dem Studium in Heidelberg entsprang eine lebenslange Freundschaft mit Karl
Schwanitz. Als dieser 1872 Oberamtsrichter in Ilmenau wurde, wurden Scheffels
Werke auch in Ilmenau und der Gabelbach-Gemeinde, einem feuchtfröhlichen
Verein trunkfester Männer, bekannt. Bei seinem einzigen Aufenthalt in Ilmenau
(05.04.-01.05.1878) wurde der Dichter Ehrenbürger und Gemeindepoet dieser
"Gemeinde".
Schon zu Lebzeiten des Poeten widmete man ihm im Bereich
des heutigen Scheffeldenkmals einen kleinen Platz mit Schutzhütte,
Brunnenanlage und Ruhebänken. Die Einweihung der Anlage fand am 60.
Geburtstag Scheffels statt. Als der Dichter kurze Zeit darauf verstarb,
entstand auf Anregung von Schwanitz das Scheffeldenkmal. Der Bau des
kegelförmigen Denkmals wurde am 23.06.1886 beendet und nachdem das 67 cm
große Bronzemedaillon von Louis Weise sen. modelliert und im Königlich
Bayrischen Gewerbemuseum zu Nürnberg gefertigt war, konnte das Denkmal am
13.08.1886 eingeweiht werden.
Die Scheffelstraße im Süden der Stadt erhielt ihren Namen
im Jahr 1891.
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