Rathaus > Stadtkirche St. Jakobus  
Lassen Sie uns den virtuellen Rundgang durch die Stadt am Rathaus beginnen.

In einer "statutarischen Ordnung" vom 12.05.1426 erfolgte die Ersterwähnung des Ilmenauer Rathauses. Am 24.05.1624 fiel es einem Stadtbrand zum Opfer. 1625 erfolgte der Wiederaufbau. Der schwerste aller Ilmenauer Brände, am 03.11.1752, zerstörte das Rathaus wiederum fast vollständig, das Renaissanceportal und die Erkerkonsolen widerstanden den Flammen. Zwischen 1764 (Datierung Wetterfahne) und 1786 erstand das Rathaus auf altem Grundriss, wahrscheinlich unter Verwendung vorhandener Grund mauern. Von 1900 - 02 wurde der Bau um einen dreiflügligen Anbau erweitert. 

Unter dem südöstlichen Erker befand sich der Pranger als öffentlicher Richtplatz. Hals-, Hand- und Fußeisen, die 1999 wieder angebracht wurden, erinnern daran. Eine Tafel verdeutlicht, dass es für die betreffende Person durchaus unförderlich war, in diesem Rampenlicht zu stehen:

"Für Garten- und Felddiebstahl, Hehlerei, Gotteslästerung, Verleumdung oder in bestimmten Fällen von Unzucht wurde die Strafe des Halseisens verhängt. Der Verurteilte musste in der Regel ein bis zwei Stunden am Pranger stehen. Meist wurde die Strafe an Sonn- oder Markttagen vollzogen, um eine besonders abschreckende Wirkung zu erzielen. Bis zur Einführung des Strafgesetzes von 1839 fand diese entehrende Strafe Anwendung."

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