Ernst Keil (1816 - 1878), Verleger und Gründer der "Gartenlaube"

Auf Grund seiner nationalstaatlichen Ideen unter dem Einfluss der Revolution 1848 wurde der Verleger Ernst Keil 1852 für neun Monate inhaftiert. Im sächsischen Landesgefängnis auf Schloss Hubertusburg kam ihm die Idee zu einer völlig neuartigen Zeitschrift - der "Gartenlaube". Die konzeptionelle Verbindung von Familie, Unterhaltung und Information war einzigartig. Erstmals legte man auch großen Wert auf das Layout einer Zeitschrift. Gearbeitet wurde mit großen Fotografien, Zeichnungen und Holzschnitten.

Ernst Keil und Ilmenau

Als Kurgast weilte Ernst Keil in den Jahren 1871-1873 in Ilmenau. Im ersten Jahr noch mit seinem Sohn Alfred. Dieser war begeistert von Ilmenau. Als Alfred kurz darauf auf einer Studienreise in Ägypten starb, beschloss Ernst Keil, der Stadt jährlich am 12. Juni zum Gedenken an seinen Sohn ein Geldgeschenk zu überreichen. Auch nach seinem Tod im Jahr 1878 wurden von seiner Witwe Geldbeträge gespendet. Fast 5.000 Mark kamen damals der Armenkasse, dem Wiederaufbau des abgebrannten Goethehäuschen und der Stadtverschönerung zu Gute.

Am 08.01.1876 wurde Ernst Keil Ilmenauer Ehrenbürger.