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Inge Jastram ist dem thematischem Umfeld der menschlichen
Gestalt verpflichtet. Ihre spröden Kaltnadelradierungen zeigen Menschen in
Alltagsszenen. Daneben agieren Zirkusleute als reale Figuren in ihrer nicht
immer heiteren Bilderwelt.
Inge
Jastram wurde 1934 in Naumburg an der Saale geboren. Nach dem Grundschulbesuch
und einer Schneiderlehre mit Gesellenabschluss studierte sie von 1952-57 an
der Kunsthochschule in Berlin-Weißensee. Sie beendete das Studium mit dem
Diplom als Buchgrafikerin bei Professor Werner Klemke.
In den ersten Jahren nach dem Studium arbeitete sie zunächst als
Zeitungsillustratorin. Daneben führte sie verschiedene Arbeiten im Bereich
"Kunst am Bau" aus. Heirat, Geburt der Kinder und familiäre
Verpflichtungen unterbrachen die künstlerische Laufbahn bis 1976. Inge
Jastram konnte danach mit mehreren Buchillustrationen auf sich aufmerksam
machen. Seit 1989 widmet sie sich vor allem der freien Zeichnung und der
Radierung.
Inge Jastram lebt und arbeitet mit ihrem Mann, dem
Bildhauer Jo Jastram, in Mecklenburg, in dem kleinen Ort Kneese bei Marlow. Jo
Jastram sagt über die Arbeitsweise seiner Frau:
"In
den Radierungen, mit der scharfen Nadel in die Kupferplatten gekratzt,
gedruckt von dem Drucker Ernst Lau, bringt Inge Jastram Leben und Empfindung
aus Papier. Früher anerkannte Buchillustratorin, geschult von Werner Klemke,
zeichnet sie sich heute ihre Nöte und ihr Mitgefühl für Verletzte, arme
Kinder, gewaltsam Prostituierte, alternde Clowns von der Seele. Satire ist im
Spiel - schon in der Art und Sinnlichkeit ihres Strichs. Satire bleibt auch im
Spiel, wenn sie sich dem eher heiteren Genre zuwendet in ihren Eroticas oder
Zirkusbildern. Nie ist sie platt-oberflächlich dekorativ. Die in ihr wohnende
Strenge und Schärfe verhindert, dass selbst Amoröses süßlich wird."
Die Ausstellung zeigt neben den Radierungen der Künstlerin
auch einige Bronzen von Jo Jastram.
Die Ausstellung ist vom 27.05. - 28.06.02, Mo - Fr 15:00 - 18:00
Uhr geöffnet.
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