Bei einem seiner insgesamt 28 Aufenthalte in Ilmenau übernachtete
Goethe, nach einer Wanderung durch die Ilmenauer Berge, allein in der kleinen Schutzhütte
auf dem Gipfel des Kickelhahns. Fasziniert vom anbrechenden Abend und der absoluten Stille
schrieb er mit einem Stift an die Holzplanken der Hütte: |
| Jahre später, am 27. August 1831 ist Goethe wieder in Ilmenau. Es ist der Vorabend
seines 82. Geburtstages. Ihm wird ein besonderer Wunsch erfüllt, als er mit dem
Berginspektor Mahr auf den Kickelhahn fährt. Jede Hilfe abwehrend erklimmt er die steilen Stufen zum
Obergeschoss der Schutzhütte und sucht das kleine Gedicht. Johann Christian
Mahr schilderte die Szene wie folgt:
"Goethe überlas diese wenigen Verse, und Tränen flossen über
seine Wangen. Ganz langsam zog er sein schneeweißes Taschentuch aus seinem
dunkelbraunen Tuchrock , trocknete sich die Tränen und sprach in einem
sanften, wehmütigen Ton: 'Ja, warte nur, bald ruhest du auch!' , schwieg eine
halbe Minute, sah nochmals durch das Fenster in den düstern Fichtenwald und
wendete sich darauf zu mir, mit den Worten: Nun wollen wir wieder gehen!".
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