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Schulter an Schulter standen gestern Damen verschiedener Altersstufen und verschiedener Platzziffern in der nach allen Seiten offenen Richterskala der Schönheiten vor dem Regal mit den Dusch-Gels für Herren, äugten, öffneten Verschlüsse und ließen kennerisch die Nüstern blähen. Das werden ihre Geschenke, meine Herren, und seien Sie sich nicht zu sicher, dass sich mit einem solchen Geschenk nicht gar der stille Hinweis verbindet, Ihre Dame könnte Sie in der bisherigen Naturnote nicht gut riechen. Es soll wohl Wesen geben, die angesichts zweibeiniger Iltisse in Verzückung geraten, wenn rings die Stubenfliegen erbleichend von den Lampenschirmen stürzen, im Schnitt aber, Männer, sind Stinker unbeliebt. Freilich gilt das, liebe Damen, auch umgekehrt. Auch die Kerle mit dem Bäuchlein über dem Gürtel, die ihren Rüssel über die in Ehren ergraute Mortadella in ihrem Kühlschrank senken, auch diese tapferen Burschen schnarchen lieber neben einer angenehm duftenden Mutti. Was sind das also für herrliche Zeiten, wo mit kleinen Aufmerksamkeiten Botschaften übermittelt werden von Mensch zu Menschin und umgekehrt. Heute haben all diese Angestellten und Eigentümer des kapitalistischen Einzelhandels eigens für uns alle ihre Lädeli bis 18 Uhr geöffnet, damit wir noch einmal Euro ausschütten können in Frieden und Hoffnung auf Aufschwung. Schon im kommenden Jahr können wir Kriegsgebiet sein, falls es unseren amerikanischen Urfreunden gefällt, nach ewigen Droherei nun endlich einmal Nägel mit Sprengköpfen zu machen, und auch das ist letztlich nur auf die Steigerung von Umsatz gerichtet. Freilich haben unsere Lädeli dann nichts davon. Was fällt in diesen Zeiten stattdessen Gemeinderäten in Frauenwald ein? Sie hinterlassen Lücken, die sie vollkommen ersetzen, mit der ziemlich komischen Begründung, die Mehrheit überstimme sie ohnehin immer. Dergleichen brüllgeile Demokratieauffassung hatten wir vor Jahren schon einmal in der schönen Stadt Plaue. Da fand die klare Minderheit die klare Mehrheit auch irgendwie deprimierend und entwich in die außerparlamentarische Versenkung. Dabei ist es doch so schön, chancenlose Vorschläge zu unterbreiten, fragen Sie mal die PDS, liebe Frauenwalder!
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