Ergebnisse der Bundestagswahl 2002, Ilmenau und Ortsteile

Alle genannten Zahlen und Ergebnisse beziehen sich auf die Stadt Ilmenau und die Ortsteile Roda, Unterpörlitz, Oberpörlitz, Heyda und Manebach.

Wahlkreis: 193 (Gotha - Ilm-Kreis)
Wahlberechtigte: 21.846
Wähler: 16.642
Wahlbeteiligung: 76,18%
Datenquelle: Vorläufiges Wahlergebnis (Stadtverwaltung Ilmenau)

Erststimmen [%] Zweitstimmen [%]
Petra Heß (SPD) 38,94 SPD 40,55
Claudia Nolte (CDU) 28,75 CDU 27,38
Frank Kuschel (PDS) 21,81 PDS 18,48
Roland Buttgereit (FDP) 6,00 FDP 5,08
Bernd Hornaff (GRÜNE) 4,49 GRÜNE 5,46
REP 0,56
GRAUE 0,37
ödp 0,24
NPD 0,76
Schill 1,10

In den Bundestag gewählt:
Petra Heß (Direktmandat)
Claudia Nolte (über Landesliste)

Wahlanalyse
Mit Ausnahme des Wahllokals 23 (Heyda) erhielt Petra Heß überall die meisten Stimmen, in Heyda erhielt sie 34,95% der Erststimmen und wurde dennoch von Claudia Nolte geschlagen, die 1,3% mehr erhielt.
Claudia Nolte verlor somit auch ihre vermeintliche Hochburg Manebach, in der sie 1998 noch 40,16% verzeichnen konnte. 2002 waren es nur noch 33,42%.
Nicht nur bundesweit, sondern auch im Stadtgebiet ist die PDS der größte Verlierer. Von den 25,65%, die die 98er-Kandidatin Gabi Zimmer holte, blieben für den jetzigen Bewerber Frank Kuschel 21,81%.
Recht ungewöhnlich wurde wieder im Wahllokal 15 (Eichicht) gewählt. Vor vier Jahren erhielt hier der BFB-Kandidat Paul Latussek recht überdurchschnittliche 8,18%, 2002 fuhr FDP-Mann Roland Buttgereit mit 9,20% sein bestes Ilmenau-Ergebnis ein.

Bei der Zweitstimme (in diesem Fall kann man wohl ruhig Kanzlerstimme sagen) ist sich Ilmenau einig. Die SPD gewann in allen Wahllokalen, im Wahllokal 13 sogar mit satten 47%. Knapp wurde es lediglich in Heyda, jedoch auch 37% waren für die CDU zu wenig.
Interessantes gibt es aus dem Lager rechts der Mitte: während 1998 Parteien dieses Spektrums in Wahllokalen auf der Pörlitzer Höhe und im Eichicht bis zu 12,8% erzielten, reichte es in diesem Jahr nur bis ca. 4%. Erwähnenswert ist auch, dass REP (1,68%) und NPD (1,93%) ihre besten Ergebnisse nicht in diesen Neubaugebieten holten, sondern auf dem Stollen. 402 Ilmenauer Wähler entschieden sich übrigens für rechts, bei 16.412 gültigen Stimmen sind das 2,45%.
Das abschließende Ergebnis kann man interpretieren, wie man es will: für die Partei von Hamburgs berüchtigtem Richter wurden im Rathaus (Wahllokal 2) die meisten Stimmen abgegeben...